Der Winterdienst und seine Verpflichtungen

Es ist wieder einmal soweit: der erste richtige Schnee in diesem Winter ist gefallen und es stellt sich die Frage nach den Verpflichtungen bezüglich des Schneeräum- und Streudienstes der Mieter.

 

Entscheidend dabei: ist der Winterdiehst Bestandteil des Mietvertrages, so muss der Mieter seinen Pflichten auch nachkommen. Fehlt eine solche Vereinbarung, muss der Vermieter den Räumdienst selber ableisten oder zumindest organisieren. Auch die Kosten und Beschaffung des Streuguts und der Schneeschaufel oder ähnlicher Hilfsmittel sollte in Mietvertrag oder Hausordnung festgelegt sein.

 

An Werktagen muss zwischen 7 und 20 Uhr geräumt sein, an Sonn- und Feiertagen zwischen 9 und 20 Uhr. Ein Gehweg sollte dabei etwa einen Meter breit von Schnee befreit sein. Und hält der Schneefall länger an, sollte der Mieter auch öfters am Tag zur Schneeschaufel greifen.

 

Doch wie organisiere ich als Vermieter die gerechte Verteilung des Winterdienstes?

 

Besonders häufig sind Pläne im Hauseingangsbereich ausgehängt, die den Mietern einen genauen Überblick über die Einteilung geben. Doch wenn der Winter - wie in den vergangenen Jahren üblich - unregelmäßig in Erscheinung tritt, ist ein starrer Winterdienst relativ ungerecht. Hier stellen Schneekarten eine Alternative dar. Diese werden in gleichbleibender Reihenfolge wie in folgendem Beispiel durch das Haus gereicht:

fällt an einem Tag Schnee, ist Mieter A mit dem Winterdienst an der Reihe. Er schreibt das Datum mit seinem Kürzel auf das erste Feld der Schneekarte, wirft diese dann in den Briefkasten von Mieter B ein. Daraufhin taut der Schnee weg, kehrt erst zwei Wochen später zurück. Mieter B verrichtet dann seinen Dienst und reicht die Karte an Mieter C weiter. Und so weiter und so fort. Auf diese Weise wird niemand benachteiligt. Der Vermieter sollte nur immer mal wieder prüfen, ob die Schneekarte noch existiert und auch weitergereicht wird. Wichtig hierbei ist jedoch, dass der Gebrauch einer solchen Karte in Mietvertrag oder Hausordnung festgelegt ist. Ein Wechsel von Plänen zur Schneekarte kann nur mit Zustimmung der Mieter erfolgen.

 

Außerdem gilt: kann ein Mieter z.B. aus gesundheitlichen Gründen seiner Verpflichtung nicht nachkommen, muss er selber für Ersatz sorgen.

 

Ansonsten wünschen wir Ihnen viel Spaß mit dem ersten Schnee!